Das Engagement von Herman Miller für den Bau von Gebäuden, die sich ihrer Umgebung unterordnen, reicht bis zum Gründer unseres Unternehmens, D.J. De Pree, zurück. Eine seiner vielen visionären Vorgaben zur Förderung des Umweltschutzes (und der Menschlichkeit) war, dass es keinen Arbeitsplatz geben darf, der weiter als 23 Meter von einem Fenster entfernt ist. Heute, mehr als 50 Jahre später, ist weithin bekannt, dass die Nutzung von natürlichem Tageslicht den Energieverbrauch und die durch die Stromerzeugung bedingte Umweltverschmutzung reduziert.

Eine Fotografie im Freien während eines sonnigen Tages einer Herman Miller-Anlage umgeben durch die üppige Landschaftsgestaltung, mit einem Teich und einem Brunnen in der Nähe.

D.J. kündigte auch an, dass alle neuen Standorte des Unternehmens zur Förderung eines gesunden Umfelds mindestens zur Hälfte aus Grünflächen bestehen würden. Das Unternehmen richtet sich noch heute nach diesen Vorgaben.

Es leuchtet also ein, dass wir als Unternehmen, das sich für menschenorientierte Architektur engagiert, auch Gründungsmitglied des U.S. Green Building Council (USGBC) waren und bei der Formulierung der LEED-Zertifizierungsrichtlinien mitwirkten.

Herman Miller und der U.S. Green Building Council
1993 finanzierte Herman Miller die Gründung des United States Green Building Council (USGBC) mit. Diese gemeinnützige Organisation setzt sich für die Erforschung und Förderung umweltfreundlicher Bauweisen ein. Wir unterstützten diese Organisation, da wir in Zeiten unglaublichen Wachstums und umfangreicher Bautätigkeit die Tradition unseres Gründers mit aktuellen und zukünftigen Bauprojekten fortsetzen wollten. Wir erkannten, dass die Facilities Group von Herman Miller durch diese neue Organisation viel von den Experten lernen würde.

Während der Gründung des USGBC beauftragte Herman Miller den anerkannten Umweltarchitekten William McDonough mit dem Design unserer nächsten Fertigungsanlage, die auf mehr als 18 Hektar neben einem bestehenden HMI-Lager errichtet werden sollte. 1995 wählte der USGBC dieses Gebäude, das wir „GreenHouse“ nannten, als Pilotprojekt für die Entwicklung des Zertifizierungsprozesses für Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) aus.

Der USGBC hob das GreenHouse als Vorbild hervor und verlieh ihm „Pionierstatus“. Heute ist das Gebäude ein Beweis dafür, dass umweltfreundliches Design nicht nur äußerst ästhetisch, sondern auch finanziell vorteilhaft für ein Unternehmen ist. Dies wurde durch eine Studie der U.S. Environmental Protection Agency untermauert, in der die Finanz- und Umweltleistung des GreenHouse überprüft wurde. Zudem erhielt das GreenHouse zahlreiche Preise für sein attraktives Aussehen.

Heute ist Herman Miller bestrebt, seine Anlagen so zu bauen oder zu renovieren, dass sie die höchsten Standards unabhängiger Zertifizierungsstellen erfüllen. Dazu zählen zum Beispiel LEED, ISO 14001 und BREEAM (Building Research Establishment’s Environmental Assessment Method), eine britische Bewertungsmethode für nachhaltige Gebäude. Als Unternehmen, das seit mehr als einem halben Jahrhundert auf fortschrittliche Umweltlösungen setzt, möchte Herman Miller auch weiterhin neue und innovative Ansätze für umweltfreundliche Gebäude finden.